Durchwachsene NLS Saison für Tim Schrick

Freud und Leid so nah zusammen: so kann die Nürburgring Langstreckenserie 2022 für Tim Schrick zusammengefasst werden.

Am Anfang der Saison sah es für ihn und sein Roots Racing Team mit dem einzigartigen 6-Zylinder-Boxer Subaru BRZ so vielversprechend aus. Tim und Lucien "Luke" Gavris hatten den 380Ps Boliden mit 1125KG Leergewicht und neuen Verbreiterungen im TYPE S Design im unverkennbaren blau, einer Lieblingsfarbe von Tim, für die neue Saison akribisch vorbereitet.

Das Ziel lautete: Podestplatz in der AT-Klasse der Nürburgring Langstreckenserie NLS (früher VLN) für den liebevoll "Backenschlumpf" getauften Boliden. Tests waren erfolgreich verlaufen, alle freuten sich auf den Saisonstart.

Doch dann schlug erst die Pandemie beim Roots Racing Team zu, dann wurde das 2. Rennen wegen Schneefall abgesagt. Beim 3. Rennen ging das Team an den Start. Mit infernalischem Klang pfeilte der Rennwagen über den Nürburgring, absolvierte Runde für Runde mit top Zeiten. Plötzlich jedoch kam ein unheilvolles Geräusch aus dem Bereich des Unterbodens, es roch nach verbranntem Gummi. Der sofortige Check an der Box ergab: Der Mittelschalldämpfer hatte einen kleinen Riss und die Hitze zerstörte die Gummilagerung der Kardanwelle. Ausfall wegen technischem Defekt..

Der Schaden wurde in den Tagen drauf behoben, der 4. NLS Lauf wurde dann wieder mit vollem Elan begonnen. Bis plötzlich die tief im Motorraum verbaute Lichtmaschine den Geist aufgab und nicht schnell genug vor Ort repariert werden konnte. Ausfall wegen technischem Defekt.

Das defekte Bauteil war dann zwar im Nachgang schnell gewechselt, ein Start allerdings wieder nicht möglich: die Pandemie schlug wieder zu...

So war es wenig verwunderlich, dass es Tim dann zum darauffolgenden 12 Stunden NLS Lauf wissen wollte und richtig Gas gab. Der Backenschlumpf lieferte ab. Am Samstag schaffte es das Dreamteam auf Platz 1, ein tolles Zwischenergebnis. Am Sonntag ging es im erfolgsversprechenden Renntempo weiter, Roots Racing war auf Podestkurs. Bis dann plötzlich wieder ein Geräusch aus dem Bereich des Unterbodens kam. Diesmal war es jedoch das Differential, das sich ohne Vorwarnung verabschiedet hatte. Besonders ärgerlich, war es vorher überprüft worden und in einem einwandfreien Zustand.

So sollte es also der darauffolgende Lauf richten. So war zumindest der Plan, als das Team an den Start ging. Aber daraus wurde dann nichts: bereits in der Einführungsrunde kam unvollheiler Qualm aus dem Motorraum. Tim fuhr sofort an die Seite, die Marschals reagierten sofort und löschten den Brand. Tim wurde auf der Krankenstation untersucht, konnte aber bald wieder entlassen werden. Anders als der Backenschlumpf, für den es für die Saison 2022 heisst: Game over, Neuaufbau notwendig.

Über Tim Schrick

Der Rennsport wurde Tim Schrick, Jahrgang 1976, in die Wiege gelegt. Schon sein Vater fuhr Rennen und gründete die Dr Schrick GmbH (heute AVL Schrick) die Renn- und Straßenmotoren entwickelte - vielen sind die Schrick Nockwellen bis heute ein Begriff.

Als Teenager fuhr er erfolgreich Kartrennen. Als 18 Jähriger machte er mit einem durch die Firma Schrick auf 240PS erstarkten VW Golf VR6 auf Sommerreifen im Winter das Berchtesgardener Land unsicher und übte da bereits das fröhliche Quertreiben.

1997 holte sich Tim den Vizejuniormeister und 1998 den Juniormeister Titel im Saxo-Cup. Weiter ging es in die DTC (Deutsche Tourenwagen Challenge) mit einem Citroen Xsara Coupe. Dabei lernte Tim viel über Fahrwerksgeometrien, Federn, Stabilisatoren und Dämpfereinstellungen.

Bei einem der Rennen wurde Tim gefragt, ob er in München Fernsehen machen möchte -  so zog er im Januar 2000 nach München und testete seither in seiner unnachahmlichen Art fürs TV mehr als 400 Autos. 

Roots Racing entstand, als Holger Spelsberg und Tim Schrick ab 2015 einen Subaru BRZ für das SP3 Reglement (bis 2 Liter Hubraum) der Nürburgring Langstrecken Serie (VLN) entwickelten. Da auch die Väter bereits in den 1960ern zusammen arbeiteten, wurde die Unternehmung Roots Racing getauft. 2017 kam dann Lucian "Luke" Gavris als Fahrer mit an Bord und die beiden gewannen 2018 und 2019 die Meisterschaft in der SP3 Klasse.

Mittlerweile wurde der 2 Liter 4 Zylinder Boxer Motor auf einen eigens angepassten und verfeinerten 3 Liter 6 Zylinder Boxer Motor getauscht. Infernalischer Klang und ca 380 PS bei 9000 1/min sind der momentane Stand.

Termine der NLS 2022

Samstag, 26.03.2022 – NLS 1
Samstag, 09.04.2022 – NLS 2
Samstag, 23.04.2022 – NLS 3
Samstag, 25.06.2022 – NLS 4
Samstag, 09.07.2022 – NLS 5
Samstag, 11.09.2022 – NLS 6
Samstag, 08.10.2022 – NLS 7
Samstag, 22.10.2022 – NLS 8

Mehr zu Roots Racing: www.roots-racing.com

Über TYPE S

TYPE S aus Kalifornien ist eine internationale Firma von Autoenthusiasten, die seit über 20 Jahren mit innovativem Autozubehör die Touren von Autofahrer:innen sicherer und komfortabler macht. 2019 ist TYPE S in Deutschland und Österreich gestartet. Die Europazentrale befindet sich mit der Horizon Brands Europe GmbH in Eschborn bei Frankfurt am Main. Die Produktpalette reicht vom Neopren Sitzschutz über 360 Grad Dashcams bis hin zu Powerbanks mit Starthilfefunktion. Die Produkte von TYPE S sind auf www.typeSauto.de erhältlich.

Presse Kontakt: presse@horizon-brands.de

Foto: Benjamin Schiller

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